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Monat

Oktober 2011

33 Einträge

Angaben zu Kalorien, Zucker und Fett ab 2014 - Richtig ernähren, besser leben - derStandard.at › Gesundheit → derstandard.at
Neue Kennzeichnung von Lebensmitteln wird Pflicht - Jeder zweite Europäer ist zu dick

Brüssel - Verbraucher können Dickmacher und Kalorienbomben im Supermarkt künftig leichter erkennen: Die EU macht Angaben zu Kalorien, Zucker und Fett auf allen Lebensmitteln zur Pflicht. Verbraucher sollen so Dickmacher im Supermarktregal leichter erkennen. Die EU-Minister beschlossen am Donnerstag in Brüssel einstimmig neue Regeln für die Kennzeichnung von Lebensmitteln und Getränken. Die von Verbraucherschützern geforderte Lebensmittel-Ampel ist in der EU schon länger vom Tisch.

Die Branche muss künftig auf die Rückseite der Verpackung den Kaloriengehalt sowie den Anteil von sechs Inhaltsstoffen aufdrucken. Hersteller dürfen Lebensmittel-Imitate wie Analogkäse nicht mehr als Käse bezeichnen. Für Allergiker muss die Branche allergieauslösende Stoffe besonders hervorheben, Produkte mit Koffein (wie Energy-Drinks) müssen einen Warnhinweis für Schwangere und Kinder tragen. Genau angegeben werden muss die Herkunft von Frischfleisch - bisher gilt das nur für Rindfleisch.

Oct 31, 2011
#Medizin. Gesellschaft
ScienceDirect - Quaternary International : Isotopic evidence for dietary ecology of cave lion (Panthera spelaea) in North-Western Europe: Prey choice, competition and implications for extinction → sciencedirect.com
Oct 30, 2011
#Biologie #Paläontologie
VBC_PhD_Symp_2011 | Home, Alternative Modellorganismen → vbc-phd-symposium.at

Welcome to Vienna Biocenter PhD Symposium - 2011

We are very pleased to welcome you to the VBC PhD Symposium-2011 entitled “Think Alternative: Insights from Unconventional Model Organisms”. Each year, PhD students at the Vienna Biocenter try to come up with original ideas for a topic not closely related to the research currently done on our campus. This year we decided to examine the benefits of unconventional model organisms.

Oct 30, 2011
#Biologie #Technik #Medizin
Wie Körperteile ihre Größenrelationen zueinander wahren - Natur - derStandard.at › Wissenschaft → derstandard.at
Schweizer Forscher klären entscheidende Rolle zweier Moleküle

Basel/Lausanne - Wie schaffen es Lebewesen, ihre verschiedenen Körperteile in genau den richtigen und stets gleichen Proportionen zu entwickeln? Eine Studie von Schweizer Forschern im Fachmagazin “PLoS Biology” gibt nun Antwort auf diese große Frage der Entwicklungsbiologie. Das Team um Markus Affolter vom Biozentrum der Universität Basel und um Sven Bergmann vom Departement für Medizinische Genetik der Universität Lausanne verwendete für seine Studie den Flügel der Fruchtfliege Drosophila melanogaster als Modellorgan. Die Prozesse, die dort das Wachstum steuern, könnten auch in anderen Organismen von Bedeutung sein.

Die Fähigkeit von Tieren, die Proportionen ihrer Körperteile zu wahren, ist allgegenwärtig. Werden etwa Fische in zu kleinen Aquarien gehalten, bleiben sie kleiner - doch die Proportionen der Winzlinge stimmen immer noch. Dasselbe gilt für Fruchtfliegen, die fasten müssen.

Frösche und Kröten haben gar erstaunliche Regenerationsfähigkeiten. Selbst nach großen chirurgischen Eingriffen können sich Amphibien-Embryos zu normal proportionierten erwachsenen Tieren entwickeln. Wie die Tiere es schaffen, sich im richtigen Verhältnis zu entwickeln, wissen Forscher allerdings noch nicht genau.

Zwei Moleküle

Die Forscher aus Basel und Lausanne weisen nun nach, dass im Flügel der Fruchtfliege zwei Moleküle eine entscheidende Rolle bei dem Prozess spielen. Das eine ist ein Signalmolekül, das bei der Entwicklung von Lebewesen dabei hilft, dass im Lauf der Entwicklung am richtigen Ort im Körper die richtigen Gewebe entstehen. Dieses sogenannte Morphogen mit der Abkürzung Dpp wird reguliert und kontrolliert durch ein anderes Molekül namens Pentagone. Das Zusammenspiel der beiden Moleküle sorgt dafür, dass die einzelnen Flügelteile von Drosophila im Lauf der Entwicklung größenmäßig ihre Relationen wahren. (red/APA)

Oct 30, 2011
#Biologie #Medizin
Shrinking body size as an ecological response to climate change : Nature Climate Change : Nature Publishing Group → nature.com

Determining how climate change will affect global ecology and ecosystem services is one of the next important frontiers in environmental science. Many species already exhibit smaller sizes as a result of climate change and many others are likely to shrink in response to continued climate change, following fundamental ecological and metabolic rules. This could negatively impact both crop plants and protein sources such as fish that are important for human nutrition. Furthermore, heterogeneity in response is likely to upset ecosystem balances. We discuss future research directions to better understand the trend and help ameliorate the trophic cascades and loss of biodiversity that will probably result from continued decreases in organism size.

Oct 24, 20113 notes
#Natur #Umwelt #Klimawandel
Diskussion: Lässt die Erwärmung Tier- und Pflanzenarten schrumpfen? - Klimawandel - derStandard.at › Wissenschaft → derstandard.at
Ein Forschungsteam macht den Klimawandel für die Entwicklung verantwortlich, andere Forscher halten dies für überzogen

Washington - Ein US-Forschungsteam hat frühere Studien untersucht und ist dabei zum Schluss gekommen, dass 38 von 85 begutachteten Tier- und Pflanzenarten in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund des Klimawandels kleiner geworden sind. Der im Fachblatt “Nature Climate Change” veröffentlichte Bericht listet als pflanzliche Beispiele Baumwolle, Mais und Erdbeeren auf; als Tierarten werden Eisbären, Frösche, Garnelen, Karpfen, Luchse und eine schottische Schafart genannt, die heute um fünf Prozent kleiner sei als 1985.

Oct 24, 2011
#Natur #Umwelt #Klimawandel
Die männliche Anatomie der Crash Test Dummies - Wissenschaft - dieStandard.at › Wissenschaft → diestandard.at
Einer Studie zufolge sind Frauen aufgrund ihres Körperbaus bei Unfällen gefährdeter als Männer - AutoherstellerInnen orientieren sich an der männlichen Anatomie

Washington - Da sich Sicherheitsvorkehrungen in Fahrzeugen zu sehr nach dem Körperbau des Mannes richten, sind - einer Studie zufolge - Frauen bei Autounfällen gefährdeter als Männer. Zu diesem Schluss kam ein US-spanisches Forschungsteam in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Für ihre Untersuchung analysierten die ForscherInnen Daten zu den Autounfällen in den USA in den vergangenen zehn Jahren. Demnach ist das Risiko, dass sich Frauen, die einen Sicherheitsgurt tragen, bei Unfällen verletzen, um 47 Prozent höher als bei Männern.

Oct 23, 201110 notes
#Technik #Frauen #Medizin
Diabetes tötet alle acht Sekunden eine Person - Stoffwechsel - derStandard.at › Gesundheit → derstandard.at
Vier Millionen Menschen pro Jahr weltweit - 14. November unter dem Motto “Handeln Sie jetzt!”

Innsbruck - “Diabetes tötet alle acht Sekunden eine Person, vier Millionen Menschen pro Jahr.” Mit diesem Leitgedanken rund um die Auswirkungen der Stoffwechselkrankheit soll das Bewusstsein der Bevölkerung anlässlich des bevorstehenden Welt-Diabetestag am 14. November geschärft werden. Der Jahrestag wird 2011 unter das Motto “Handeln Sie jetzt!” gestellt, hieß es vonseiten der Österreichischen Diabetesgesellschaft (ÖDG) und der internationalen Diabetesförderung (IDF).

Laut Statistik sind in Österreich fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung von Diabetes betroffen, die Zahl der Diabetiker nehme allerdings jährlich zu. Auf zu hohe Blutzuckerwerte würden klinische Anzeichen wie eine ungewollte Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Schwäche, Harnfluss, Sehstörungen, Infekte und bei einer Übersäuerung Bauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen bis hin zum ketoazidotischen Koma hindeuten. Wichtig sei die rechtzeitige Diagnose und Behandlung von Diabetes. Die gefürchteten diabetischen Spätkomplikationen an Auge, Niere, Nerven- und Gefäßsystem könnten verhindert werden.

Appell an die Prävention

“Bei Kindern sind Gewichtsverlust, Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und Bettnässen Symptome für Diabetes Typ 1”, erklärte Sabine Hofer vom Innsbrucker Kinderzentrum in einer Aussendung am Freitag. Die Diagnose Typ 1 Diabetes - dabei sterben jene Zellen, die in der Bauchspeicheldrüse Insulin produzieren, ab - werde meist im Kindes- und Jugendalter gestellt. Grundsätzlich könne ein Typ 1 Diabetes aber in jedem Lebensalter auftreten, fügte die Medizinerin hinzu. Treten vermehrt derartige Anzeichen auf, könne Diabetes mit einer Harnuntersuchung beim Arzt bestätigt oder ausgeschlossen werden, appellierte Hofer an die Prävention. Die Insulintherapie sei bei dieser Form des Diabetes eine lebensnotwendige Hormonersatztherapie.

Für den Typ 2 Diabetes könne starkes Übergewicht einen Risikofaktor darstellen. Hauptsächlich seien Erwachsene vom Typ 2 - dabei ist die Insulinwirkung abgeschwächt, mit zunehmender Krankheitsdauer nimmt auch die Insulinproduktion durch die Bauchspeicheldrüse ab - betroffen, leider aber in zunehmendem Ausmaß auch Jugendliche. “Mit einem gesunden Lebensstil, viel Bewegung, ausgewogener Ernährung und vor allem als Nichtraucher kann man der Erkrankung im Erwachsenenalter vorbeugen”, empfahl Monika Lechleitner, Ärztliche Direktorin des Landeskrankenhaus Hochzirl.

Hohe Lebensqualität

Diabetes ist laut ÖDG nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht heilbar. Eine frühzeitige Behandlung der Krankheit und moderne Therapien ermöglichten jedoch eine hohe Lebensqualität und minimierten die Risiken einer Schädigung der Organe. Der Alltag mit Diabetes erfordere allerdings Disziplin.

Oct 23, 2011
#Medizin #Diabetes Mellitus
Schmerzmittel hält Prostata-Krebs in Schach - Karzinome - derStandard.at › Gesundheit → derstandard.at
Rheniumtherapie wird eingesetzt, wenn Chemotherapie und anithormonelle Therapie nicht mehr greifen

Wenn Prostatakrebs zu Absiedlungen in den Knochen führt, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Patienten dramatisch. Wissenschaftler der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin und der Urologischen Klinik des Universitätsklinikums Bonn berichten nun im „Journal of Nuclear Medicine” über einen Therapieansatz, mit dem sich die Lebenszeit um mehr als ein Jahr verlängern lässt. Das Präparat Re-188 HEDP wurde früher nur zur Schmerzbehandlung eingesetzt, hat aber nach den Erkenntnissen der Forscher eine Tumor hemmende Wirkung.

Das Prostatakarzinom gehört zu den häufigsten und gefährlichsten Krebserkrankungen. In Deutschland sterben daran fast drei von 100 Männern. Im Frühstadium machen die Tumore keine Beschwerden, später können Knochenschmerzen, Blasenprobleme und Blutarmut auftreten. „Dann haben sich meist bereits Metastasen in den Knochen gebildet”, berichtet Prof. Dr. Hans-Jürgen Biersack, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Bonn.

Metastasierendes Karzinom

Die Ärzte versuchen bei Prostatakrebs-Patienten mit Knochenmetastasen, die Tumore mit einer antihormonellen Therapie und einer Chemotherapie in Schach zu halten und mit Präparaten ihre Knochen zu stärken. „Erst wenn diese konservativen Therapieformen nicht mehr greifen, wird die Rheniumtherapie eingesetzt”, berichtet Prof. Biersack. „Es handelt sich also ganz überwiegend um Patienten, bei denen alle anderen Therapieverfahren ausgereizt sind.” Das Rhenium-Präparat mit der hochenergetischen ß-Strahlung trägt den Kurznamen „Re-188 HEDP” und wurde in den vergangenen 20 Jahren vor allem für die Schmerzbehandlung von Knochenmetastasen eingesetzt.

Oct 23, 2011
#Medizin #Technik #Krebstherapie
Neuropeptides regulate swimming depth of Platynereis larvae → pnas.org

Cilia-based locomotion is the major form of locomotion for microscopic planktonic organisms in the ocean. Given their negative buoyancy, these organisms must control ciliary activity to maintain an appropriate depth. The neuronal bases of depth regulation in ciliary swimmers are unknown. To gain insights into depth regulation we studied ciliary locomotor control in the planktonic larva of the marine annelid, Platynereis. We found several neuropeptides expressed in distinct sensory neurons that innervate locomotor cilia. Neuropeptides altered ciliary beat frequency and the rate of calcium-evoked ciliary arrests. These changes influenced larval orientation, vertical swimming, and sinking, resulting in upward or downward shifts in the steady-state vertical distribution of larvae. Our findings indicate that Platynereis larvae have depth-regulating peptidergic neurons that directly translate sensory inputs into locomotor output on effector cilia. We propose that the simple circuitry found in these ciliated larvae represents an ancestral state in nervous system evolution.

Oct 19, 20111 note
#Umwelt #Biologie #Nervensystem
Die molekulare Archillesferse - Forschung Spezial - derStandard.at › Wissenschaft → derstandard.at
Forscher entdecken einen Schlüsselmechanismus für die Entstehung von Leukämie - Das bietet neue Perspektiven zur Bekämpfung der Krankheit mit künstlichen Protein-Bausteinen auf Ebene der Moleküle

Mit einem einzigen Fehler fängt alles an. Eine hämatopoetische Stammzelle, eine Keimzelle für die Bildung neuer Blutkörperchen, teilt sich, und dabei geht etwas schief. Das Ergebnis ist eine seltsame Mutation. Die betroffene Zelle entwickelt sich nicht wie eigentlich vorgegeben. Sie teilt sich weiter, unkontrolliert und meist ohne das gewünschte Endstadium zu erreichen. Es ist der Beginn einer meist langen, zuletzt tödlichen Krankheit: die Chronische Myeloische Leukämie, kurz CML.

Das Leiden ist zwar selten - in Österreich werden jährlich schätzungsweise 150 bis 170 Neuerkrankungen diagnostiziert, doch aufgrund seiner besonderen Entstehung haben diverse Wissenschafter schon seit Jahren ihr Augenmerk darauf gerichtet. CML ist sozusagen eine Modellkrankheit für das Verstehen von Krebs - und für das Erkennen potenzieller Bekämpfungsstrategien.

Philadelphia-Syndrom

Der eigentliche Verursacher von CML ist in mehr als 90 Prozent der Fälle das sogenannte Philadelphia-Chromosom. Es entsteht, wenn sich die Chromosomen 9 und 22 zu nahe kommen, an bestimmten Stellen aufbrechen und die Fragmente anschließend untereinander ausgetauscht werden. Diese Neubildung hat Folgen. Bei der Rekombination kommt es auch zur Verschmelzung von zwei normalerweise getrennten Genen, Bcr und Abl. Letzteres trägt den Code für ABL1, eine sogenannte Tyrosin-Kinase. Sie spielt im regulären Entwicklungsverlauf von Stammzellen eine Schlüsselrolle.

Ein Philadelphia-Chromosom kann jedoch aufgrund der Gen-Fusion nicht die Produktion von normalen ABL1 einleiten. Stattdessen kommt es zur Bildung von Bcr-Abl. “Das ist ein entartetes Protein”, erklärt der Molekularbiologe Giulio Superti-Furga vom Forschungsinstitut für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Für eine gesunde Blutbildung ist Bcr-Abl offenbar Gift, es löst die Chronische Myeloische Leukämie aus. “Es gibt nicht viele Krebsarten, deren Ursache sich klar auf ein einzelnes Ereignis zurückführen lässt, und dies ist wohl eine davon”, meint Superti-Furga.

Der Hintergrund ist dennoch äußerst komplex. Es gibt gewisse organische Moleküle, die wie Antennen aus der Zellmembran herausragen. Sie dienen als Rezeptoren für Botenstoffe wie zum Beispiel Wachstumsfaktoren. Sobald Letztere sich an den Rezeptoren anheften, aktivieren sie über Zwischenstufen die Tyrosin-Kinase und setzten damit im Zellinneren den Phosphorylierungs-Mechanismus in Gang. Das ist gewissermaßen die Initialzündung für weitere Prozesse zur Anregung und Steuerung des Zellwachstums und andere Prozesse.

Bei ABL1 läuft dieser Mechanismus kontrolliert ab, bei Bcr-Abl dagegen ungehemmt. So wird aus einer hämatopoetischen Stammzelle eine Tumorzelle. Bei weiteren Teilungen überträgt die schadhafte Mutterzelle das Philadelphia-Chromosom auf alle ihre Nachkommen.

Ohne die Mutation und ihr Produkt kann die Krankheit allerdings auch nicht weiter verlaufen. “Wenn man Bcr-Abl ausschaltet, dann wird die Krebszelle sterben. Sie ist abhängig von diesem hyperaktiven Protein”, betont Giulio Superti-Furga. Dementsprechend haben Ärzte im Kampf gegen CML den sogenannten Tyrosin-Kinase-Hemmer Imatinib eingesetzt.

Oft mit Erfolg. Dieses Medikament, das seit zehn Jahren für die Behandlung von CML angewandt wird und ein prototypischer gezielter Wirkstoff ist, blockiert am Bcr-Abl-Molekül jene Stelle, an der die unkontrollierte Phosphorylierung abläuft. Dann ist Schluss.

Allerdings werden die Patienten dabei im eigentlichen Sinne nicht geheilt. Sie müssen das Präparat ihr Leben lang nehmen, weil immer einige wenige Stammzellen mit Philadelphia-Chromosom überleben und sich nach Absetzen von Imatinib wieder rasch vermehren würden. Und in manchen Fällen entwickeln die Mutanten eine Resistenz gegen das Medikament.

Molekularer Hebel

Doch es scheint noch eine andere Option zu geben. Ein internationales Forschungsteam hat nun unter Federführung von Giulio Superti-Furga und seinem Team am CeMM einen molekularen Hebel entdeckt, der für den Verlauf von CML von entscheidender Bedeutung ist. Im Vorfeld der Phosphorylierung kommt es zur internen Anbindung von einem Teil des Bcr-Abl-Moleküls, der SH2-Domäne, mit der Kinase-Domäne, wo die Phosphorylierung stattfindet. Durch diese Kopplung wird die Kinase-Domäne anscheinend erst richtig aktiviert.

Die Forscher konstruierten nun zwei künstliche Proteinbausteine, die zeitgleich an zwei verschiedene Stellen an SH2 anbinden und so die Domäne blockieren. “Dieses Tandem greift in die intramolekulare Wechselwirkung ein”, sagt Studienleiter Superti-Furga. Ohne SH2-Andockung keine effiziente Kinase-Aktivität, keine Phosphorylierung und keine Vermehrung von CML-Krebszellen. Die detaillierten Untersuchungsergebnisse hat das angesehene Fachjournal Cell vergangene Woche veröffentlicht.

Kettenreaktion unterbinden

Die Möglichkeit, eine Kinase-Kettenreaktion quasi indirekt zu unterbinden, ist eine unerwartete Schwachstelle in der krebsauslösenden Wirkung eines wachstumsregulierenden Proteins, erläutert Superti-Furga. “Wir gehen davon aus, dass dies auch in anderen Fällen funktionieren könnte.”

Für therapeutische Zwecke seien die künstlichen Proteinfragmente gleichwohl noch nicht geeignet. Sie sind zu groß, um durch die Zellmembran zu gelangen. Deshalb wolle man kleinere Moleküle mit der gleichen Wirkung entwickeln, sagt Projektleiter Superti-Furga. (DER STANDARD, Printausgabe, 19.10.2011)

Oct 19, 20111 note
#Leukämie #Medizin #Technik
Atomkraftmikroskop hilft Gehirntumoren zu erkennen - Karzinome - derStandard.at › Gesundheit → derstandard.at
Besonders hohe Auflösung - Forschungsprojekt von Fachhochschule Oberösterreich

Linz - Die Fakultät für Gesundheit und Soziales Linz der Fachhochschule Oberösterreich entwickelt derzeit laut einer Aussendung eine technische Methode, mit der Veränderungen von Gehirntumoren frühzeitig erkannt werden sollen. Basis dafür ist ein Atomkraftmikroskop mit einer Auflösung kleiner als 40 Nanometer. Zum Vergleich: In der Lichtmikroskopie ist der Wert größer als 200 Nanometer.

Oct 18, 20117 notes
#Medizin #Diagnose #Gehirntumor
Immuntherapie gegen Gehirntumor im Test - Karzinome - derStandard.at › Gesundheit → derstandard.at
Wiener Unternehmen startet eine Studie mit 60 Patienten - Es ist die vierte Säule der Krebstherapie neben Operation, Bestrahlung und Chemo

Wien - Am Weg zu einer Immuntherapie gegen Krebs startet nun das Wiener Unternehmen Activartis Phase II einer Studie mit 60 Patienten.

Das bereits am Markt befindliche Konzept einer Krebstherapie mit Dendritischen Zellen wurde dabei nach Angaben von Geschäftsführer Thomas Felzmann um einen neuen Ansatz erweitert. Dabei wird das Immunsystem “scharf” gemacht, um die Tumorzellen zu erkennen und zu bekämpfen. Die Immuntherapie sei dabei als vierte Säule in der Krebsbehandlung neben Operation, Bestrahlung und Chemotherapie zu sehen, sagte Felzmann am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Dendritische Zellen als “Waffe”

Das menschliche Immunsystem reagiere nur in seltenen Fällen auf Krebszellen, betonte Felzmann. Die Tumorzellen würden zwar Antigene tragen, doch würden diese im Gegensatz etwa zu einer bakteriellen Infektion nicht als Feind erkannt. Für die Immuntherapie wird bei der chirurgischen Entfernung des Tumors - in der aktuellen Studie konzentriert sich das Unternehmen auf den häufigsten Gehirntumor, das aggressive Glioblastom - Krebsgewebe entnommen. Diese Zellen tragen Tumor-Antigene, an denen sie vom Immunsystem als feindlich erkannt werden sollen.

Oct 18, 2011
#Mdeizin #Gehirntumor
Rauchen, Übergewicht und null Bewegung als Risiko - Risikofaktoren und Lebensstil - derStandard.at › Gesundheit → derstandard.at
Nicht rauchen und moderat Alkohol konsumieren, Übergewicht vermeiden, körperlich aktiv sein, rotes Fleisch und Fleischprodukte reduzieren

Krems - Der Krebsprävention haben sich internationale Fachleute bei einem Kongress in Krems in der Vorwoche gewidmet. Das Fazit: Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernährung zählen zu den wichtigsten Faktoren für mehr Gesundheit. Die wichtigsten Vorsorgeregeln: Nicht rauchen und moderat Alkohol konsumieren, Übergewicht vermeiden, körperlich aktiv sein, rotes Fleisch und Fleischprodukte reduzieren.

Zwei große Kohortenstudien in Europa und den USA mit 500.000 und 800.000 Teilnehmern hätten erste weitgehend übereinstimmende Ergebnisse zur Wechselwirkung von Gesundheit und Ernährung geliefert. Im Rahmen des dritten Europäischen Forums für evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention (EUFEP) wurde dazu festgestellt, dass die Rolle von Alkohol neu bewertet werden müsse: Während sich ein bis zwei Gläser Wein pro Tag als Herz-Kreislauf-Prophylaxe positiv auswirken, scheint das Risiko, an Brust- oder Darmkrebs zu erkranken, auch schon bei kleinen Mengen zuzunehmen. Deutliche Hinweise gebe es auch darauf, dass die Kombination aus Übergewicht und Null-Bewegung unter dem Aspekt der Krebsvorsorge ebenso schädlich ist wie Rauchen. Dass sich der Lebensstil deutlich auf das Krebsrisiko auswirkt, legen die bis zu zehnfachen Unterschiede im Auftreten einzelner Krebsarten zwischen verschiedenen Ländern nahe. Welche Rolle die Ernährung spielt, ist jedoch noch nicht vollständig geklärt.

Rotes Fleisch steigert Darmkrebsrisiko

Eine deutliche Gefahr durch die viel diskutierten gesättigten Fette bestätigt sich bisher nur für das Herz-Kreislauf-System. Rind-, Lamm- und Schweinefleisch müssen demnach differenzierter betrachtet werden als bisher. “Rotes Fleisch und Fleischprodukte steigern durchaus das Risiko für Darm- und Magenkrebs, jedoch auch jenes für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und höhere Gesamtsterblichkeit, womit die möglichen biologischen Mechanismen dieser vielfachen Assoziationen noch ungeklärt sind”, sagte Rudolf Kaaks vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Wer an die 80 Gramm rotes Fleisch pro Tag verzehrt, steigert offenbar sein Darmkrebs-Risiko um bis zu 40 Prozent. Wer hingegen Fisch und Geflügel isst, scheint das Risiko zu senken.

Vor Krebs schütze vor allem auch die Zurückhaltung beim Alkohol. Das betrifft nicht nur die bereits bekannten Krebsarten wie Speiseröhren-, Rachen- oder Mundhöhlenkrebs, bei denen man durch viel Trinken (eine Flasche Wein pro Tag) und Rauchen das Erkrankungsrisiko bis zum Hundertfachen steigert. Während ein Glas Wein pro Tag für das Herz-Kreislauf-System und für die Gesamtsterblichkeit eine positive Wirkung zeigt, gilt das für Krebs nicht: “Auch schon in kleinen, täglichen Mengen kann das zu einer Risikosteigerung vor allem für Brust-, Darm- und Leberkrebs führen,” so Kaaks. Mit drei bis vier Gläsern Wein pro Tag steigt die Risikozunahme, an Darmkrebs zu erkranken, auf 40 bis 50 Prozent. Bei Brustkrebs scheint sich das Risiko pro Glas Alkohol täglich zwischen fünf und acht Prozent zu erhöhen. Im Nikotinkonsum sieht Kaaks den stärksten Effekt für eine Krebserkrankung. Ähnlich negativ wirke sich allerdings die Kombination aus Übergewicht und null Bewegung aus. (APA)

Oct 18, 2011
#Mdeizin #Onkologie #Gesellschaft
Why Spontaneous Human Combustion is Really About Human Candles | 80beats | Discover Magazine → blogs.discovermagazine.com

Last month when British papers reported on the “first Irish case of death” by  spontaneous human combustion—going up in flames with no apparent cause—many eyebrows were raised in the scientific regions of the Internet. Apparently the coroner in the case had never heard of the “wick effect,” in which a flaming object like a cigarette dropped on a sleeping person can slowly melt all their (quite flammable) fat until it leaks out and saturates the body, forming, in effect, a human candle or torch. It’s what forensic scientists think happens in cases of so-called “spontaneous” human combustion.

Oct 17, 20115 notes
#Medizin #Gesellschaft #Umwelt #SHC
"Alle 90 Minuten ein neues Stockwerk", so entsteht ein Mensch - Mensch - derStandard.at › Wissenschaft → derstandard.at
Schweizer Forscher studierten den genauen Ablauf der Ontogenese

Lausanne - Forscher der ETH Lausanne (EPFL) und der Universität Genf (Unige) sind den Mechanismen der Ontogenese, also der Entwicklung eines Lebewesens von der befruchteten Eizelle bis zum vollständig ausgebildeten Körper, nachgegangen und fanden heraus, dass dabei ein exakter Zeitplan eingehalten wird. Seine richtige Form erhält ein Embryo innerhalb von rund 48 Stunden.

Wie das Forscherteam unter der Leitung von Denis Duboule (EPFL und Unige) und Danil Noordermeer (EPFL) berichtet, wächst der Embryo “von oben nach unten, ein Stockwerk nach dem anderen”. So besteht der Mensch laut den Forschern aus rund dreißig horizontalen Abschnitten, die mehr oder weniger der Anzahl Wirbel entsprechen. Alle neunzig Minuten entsteht ein neues Stockwerk. Die Gene, die den Hals-, Brust- und Lendenwirbeln und dem Steißbein entsprächen, treten genau zum richtigen Zeitpunkt in Aktion.

Timing ist alles

Würde der Zeitplan nicht exakt eingehalten, hätten man beispielsweise Rippen an den Lendenwirbeln, wird Duboule zitiert. Damit alles nach dem strengen Zeitplan ablaufen kann, hat die DNA gewissermaßen die Rolle einer Uhr übernommen. Die für die Bildung von Gliedmaßen und Wirbelsäule verantwortlichen Hox-Gene weisen denn auch eine Besonderheit auf: Sie liegen in vier Gruppen auf der DNA-Kette exakt hintereinander in einer bestimmten Reihenfolge. Im Anfangsstadium des Embryos schlummern laut EPFL diese Hox-Gene noch, sie sind in einen “DNA-Knäuel” verpackt. Doch wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, beginnt sich der Faden abzuwickeln. Dieser funktioniert ähnlich wie eine Lochkarte, die beim Durchlaufen der Maschine Befehle erteilt: Zuerst kommen die für die Bildung der Halswirbel zuständigen Gene aus dem Knäuel und beginnen zu arbeiten, dann ist der Brustkorb an der Reihe und so weiter bis zum Steißbein.

“In zwei Tagen ist der Faden schließlich vollständig abgewickelt und alle Stockwerke des Embryos sind fertiggestellt”, erklärt Denis Duboule. Dieses System sei die erste in der Genetik entdeckte “mechanische” Uhr und erkläre die bemerkenswerte Genauigkeit. Das an der EPFL entdeckte Phänomen gilt für viele Lebewesen, vom Menschen über den Blauwal und die Insekten bis hin zu bestimmten Würmern. (APA/red)

Oct 16, 20112 notes
#Technik #Medizin #Ontogenese #Embryologie
BBC News - UK doctors advised gonorrhoea has turned drug resistant → bbc.co.uk

UK doctors are being told the antibiotic normally used to treat gonorrhoea is no longer effective because the sexually transmitted disease is now largely resistant to it.

The Health Protection Agency says we may be heading to a point when the disease is incurable unless new treatments can be found.

For now, doctors must stop using the usual treatment cefixime and instead use two more powerful antibiotics.

One is a pill and the other a jab.

The HPA say the change is necessary because of increasing resistance.

Untreatable strains

Tests on samples taken from patients and grown in the laboratory showed reduced susceptibility to the usual antibiotic cefixime in nearly 20% of cases in 2010, compared with just 10% of cases in 2009.

Continue reading the main story “Start Quote

This presents the very real threat of untreatable gonorrhoea in the future”

End Quote Prof Cathy Ison HPA
Oct 15, 2011
#Gonnorhoe #Medizin #Technik
Tripper auf dem Weg zur Unheilbarkeit - Mensch - derStandard.at › Wissenschaft → derstandard.at
Resistenz gegen Breitband-Antibiotikum Cefixim steigt

London - Schlechte Nachrichten in Sachen Kampf gegen Geschlechtskrankheiten: Die Gonorrhoe, gemeinhin als “Tripper” bekannt, widersetzt sich immer öfter der herkömmlichen Behandlung. Wie die BBC berichtete, erhielten Ärzte in Großbritannien die Anweisung, die Behandlung mit dem Breitband-Antibiotikum Cefixim vorerst einzustellen. Statt dessen sollen sie nun auf zwei andere, stärkere Antibiotika zurückgreifen.

Oct 15, 2011
#Medizin #Technik #Gonnorrhoe
Sport als Krebstherapie - Karzinome - derStandard.at › Gesundheit → derstandard.at
Körperlich aktive Karzinompatienten haben eine bessere Prognose

München - Sport kann nicht nur Krebs vorbeugen, sondern bei Erkrankung auch die Heilung unterstützen. Mehrere große Studien vor allem aus dem angelsächsischen Raum zeigten, dass körperlich aktive Krebspatienten eine weit bessere Prognose hätten, teilten das Klinikum Rechts der Isar in München und das Rotkreuzklinikum am Mittwoch im Vorfeld des Symposiums “Sport und Krebs” in München mit. Am Donnerstag und Freitag wollen rund 50 Fachleute neue Erkenntnisse zu Bewegung, Sport und Krebs austauschen, am Samstag ist ein Patiententag geplant.

Bei Darmkrebs verbesserte Sport die Prognose den Studien zufolge zwischen 14 und 47 Prozent, bei Brustkrebs waren es bis zu 40 Prozent. “Bisher gibt es keine medikamentöse Behandlung, die diese Erfolgsraten aufweisen kann”, erläuterten die Kliniken. Medikamente seien außerdem teuer und könnten die Lebensqualität deutlich mindern. “Sport und körperliche Aktivität sind hingegen eine sehr effektive Therapie, in aller Regel gut verträglich und im Grunde umsonst.” Das Klinikum Rechts der Isar und das Rotkreuzklinikum in München wollen nun in Studien, bei denen die Teilnehmer nach Zufallsauswahl zuvor festgelegt werden, den Zusammenhang zwischen Sport und Heilungschancen erhärten. (APA)

Oct 14, 201130 notes
#Medizin #Krebs #Sport
In drei Schritten zu unzerbrechlichen Knochen - Muskeln und Skelett - derStandard.at › Gesundheit → derstandard.at
Vor allem die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung unterstützen die Knochengesundheit

Nyon - Zum diesjährigen Welt-Osteoporose-Tag am 20. Oktober gibt die International Osteoporosis Foundation (IOF) einen Bericht heraus, in dem eine Drei-Schritte-Strategie für gesunde Knochen und starke Muskeln vorgestellt wird. “Egal wie alt Sie sind, sie können immer etwas für die Gesundheit Ihrer Knochen tun, indem Sie drei grundlegende Schritte befolgen”, sagt Heike Bischoff-Ferrari, Leiterin des Zentrums Alter und Mobilität der Universität Zürich/Stadtspital Waid und Verfasserin des Berichts in einer Aussendung.

Vitamin D, Kalzium & Eiweiß und Bewegung

Wichtig ist zuerst eine ausreichende Aufnahme von Vitamin D. Zweitens sollte die Ernährung genügend Kalzium und Eiweiß enthalten. Und schließlich sollte man täglich auf gewichtsorientierte Übungen und muskelstärkende körperliche Betätigung achten. Diese drei Elemente entfalten aber nur in Kombination ihre volle Wirkung . “Die positiven Auswirkungen von gesunder Ernährung und ausreichend Vitamin D verstärken den Effekt der körperlichen Betätigung und umgekehrt”, so Bischoff-Ferrari.

Oct 14, 2011
#Medizin #Osteoporose
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