news-archiv24

Monat

Juni 2013

11 Einträge

Jun 18, 201355 notes
#Tomaten #Lycopen #Prostata-Krebs
Science :): Nanotechnology helps track and improve drug action in pancreatic cancer  → thesciencenotebooks.tumblr.com

thesciencenotebooks:

The study was performed by Dr Paul Timpson of the Garvan Institute of Medical Research and Professor Kurt Anderson of the Beatson Institute for Cancer Research in Glasgow, UK. PhD student Max Nobis studied the signaling protein ‘Src’, which becomes activated to drive invasive pancreatic cancer,…

Jun 18, 201380 notes
#Krebs #Pankreas-CA #pankreas-krebs
Ärztepfusch: 12.000 Beschwerden wegen Behandlungsfehlern | Politik - Berliner Zeitung → berliner-zeitung.de

Im Bauch vergessene OP-Tupfer, ein nicht erkannter Herzinfarkt - es gibt drastische Behandlungsfehler. Sie sind aber die Ausnahme. Tausendfach gehen in Kliniken und Praxen kleinere Sachen schief.

Mehr als 12 200 Patienten haben sich im vergangenen Jahr bei ärztlichen Gutachterstellen wegen eines Verdachts auf Behandlungsfehler beschwert - mehr als je zuvor. Im Vorjahr waren es noch 11 100, fünf Jahre vorher 10 400. Die Gutachter beurteilten nun 7578 Fälle. In fast jedem dritten ergab sich tatsächlich ein Ärzte- oder anderer Behandlungsfehler, wie die Bundesärztekammer am Montag in Berlin mitteilte.

82 Menschen starben an einem von der Ärzteschaft begutachteten Fehler. Meistens hätten Fehler aber nur vorübergehende Auswirkungen gehabt, etwa längere Krankheiten, betonte der Geschäftsführer der norddeutschen Schlichtungsstelle, Johann Neu.

Insgesamt liegen die Zahlen weit höher. Denn Patienten wenden sich unter anderem auch an Krankenkassen oder direkt an Gerichte. Es gebe jährlich schätzungsweise 40 000 Verdachtsfälle, sagte der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärzte, Andreas Crusius. Schätzungsweise 8000 Mal werde nachgewiesen, dass ein Fehler Ursache eines Schadens sei.

Dass es zuletzt mehr Verdachtsfälle gab, lag nach Ansicht der Ärzte an den Debatten rund um das Patientenrechtegesetz. Dieses Gesetz der schwarz-gelben Koalition, das vor rund vier Monaten in Kraft trat, stärkt unter anderem Fehlermeldesysteme in Kliniken. Rufe nach einem bundesweiten Behandlungsfehlerregister blieben bisher ungehört.

Foto: dpa-infografik

Gemessen an 18 Millionen Klinikbehandlungen und rund 540 Millionen Praxis-Fällen pro Jahr seien es unterm Strich nur sehr wenige Fehler, meinte Crusius.

In 72 Prozent betrafen die überprüften Fälle die Kliniken, nur in 28 Prozent die Praxen. Am häufigsten schöpften Patienten bei Knie- und Hüftbehandlungen sowie nach Knochenbrüchen Verdacht. Auch bei der Therapie von Rückenschmerzen läuft nach Ansicht der Patienten öfters etwas schief, folgt man der Statistik. Laut Ärztekammer richteten sich Patienten mit ihren Anträgen am häufigsten gegen Unfallchirurgen, Orthopäden und Hausärzte. Neu sagte jedoch, angesichts der zehntausenden Hausärzte insgesamt in Deutschland, sei die Aussagekraft der Statistik begrenzt.

Falsch sei es, von „Ärzte-Pfusch“ zu sprechen, betonte Crusius. Ärzte gingen nicht bewusst nachlässig vor. „Sie stehen nach einem vermuteten oder nachgewiesenen Behandlungsfehler unter enormem Druck und können oft nur mit Mühe ihre Tätigkeit fortsetzen“, sagte er.

Der Ärztevertreter erklärte, Fehler würden durch „chronische Unterfinanzierung“ des Gesundheitswesens begünstigt. Erst drei Tage zuvor war allerdings eine Schätzung des Krankenkassenverbands bekanntgeworden, nach der die Kassen-Ausgaben allein für die rund 2000 Kliniken 2013 binnen eines Jahres von 62,5 auf 64,7 Milliarden Euro steigen dürften. (dpa)

Jun 17, 2013
#Behandlungsfehler
Willkommen bei www.netzwerk-nahtoderfahrung.de | Welcome to www.netzwerk-nahtoderfahrung.de → netzwerk-nahtoderfahrung.de

German Friends of the International Association for Near-Death Studies (IANDS) - gegr. 2004

Jun 16, 2013
#Tod #Sterben #Nahtod #Psychologie
Phänomen Nahtod : Blick ins Jenseits oder Täuschung des Gehirns? - Nachrichten Wissenschaft - DIE WELT → welt.de

Menschen, die knapp dem Tod entronnen sind, berichten von mystischen Erlebnissen. Nahtod-Erfahrungen sind trotz verstärkter Forschung eines der größten Rätsel. Von Stephan Cezanne

Schätzungsweise vier Millionen Deutsche haben einmal nach einem Unfall, bei schwerer Krankheit, bei einer Geburt oder ganz spontan ein solches außerordentliches Erlebnis, erklärt der Verein “Netzwerk Nahtod-Erfahrung”. Dies geschieht oft - aber nicht immer – während eines Herzstillstandes.

Jun 16, 2013
#Nahtod #Tod #Sterben. Psychologie
In Spanien: Amputierter verliert Beine erneut - N24.de → n24.de

Knapp zwei Jahre nach der spektakulären Transplantation beider Beine sind bei einem Patienten in Spanien die beiden Gliedmaßen wieder amputiert worden. Wie die Klinik La Fe in Valencia mitteilte, wurde der Eingriff wegen einer anderen Krankheit notwendig, die nichts mit der Transplantation zu tun hatte. Um welche Krankheit es sich handelte, verschwieg die Klinik auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten.

Dem jungen Mann waren nach einem Verkehrsunfall beide Beine oberhalb der Knie amputiert worden, Prothesen konnte er nicht benutzen. Daraufhin entschloss sich ein Team um den renommierten Chirurgen Pedro Cavadas zu dem komplizierten Eingriff: Zum ersten Mal weltweit transplantierten sie im Juli 2011 in einer einzigen Operation beide Beine. Der mehrstündige Eingriff war laut Cavadas erfolgreich. Der Name seines Patienten aber blieb bis heute geheim.

Nach Angaben der Klinik musste der Mann wegen einer anderen Krankheit nun die Einnahme der immunsupressiven Medikamente aufgeben, die seit der OP verhinderten, dass der Körper die fremden Gliedmaße wieder abstößt

Jun 12, 2013
#Amputation #Transplantation
RuheForst Hümmel - Waldbestattung im RuheForst Hümmel → ruheforst-huemmel.de

Als Alternative zu herkömmlichen Bestattungsarten geht der RuheForst Hümmel neue Wege: Die Möglichkeit, in der natürlichen Umgebung des Waldes beigesetzt zu werden, ist für viele Menschen eine würdevolle Form des Abschieds. Ruhe, Harmonie und ständiger Wandel der Natur spenden Trost für Angehörige und Freunde. Entsprechend wird die letzte Ruhestätte nicht Grab, sondern RuheBiotop genannt.

Interessenten können sich zu Lebzeiten informieren und beraten lassen, sich mit dem Ort vertraut machen, sich eine letzte Ruhestätte in alten, naturbelassenen Waldbeständen aussuchen.

Im Gegensatz zu etlichen anderen Bestattungswäldern ist der RuheForst Hümmel unter Totalschutz gestellt worden. Die Naturschutzmaßnahmen werden über die Grabgebühren finanziert, sodass jeder Grabkauf einen Beitrag zum Umweltschutz darstellt.

Jun 11, 2013
#Bestattungen #Umweltschutz #Nachhaltigkeit #Baumschutz
Willkommen auf unseren Webseiten | Das Deutsche Cochrane Zentrum → cochrane.de

Das Deutsche Cochrane Zentrum (DCZ) repräsentiert die Cochrane Collaboration, ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten, das sich an den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin orientiert. Das zentrale Ziel ist die Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlagen für Entscheidungen im Gesundheitssystem. Dieses Ziel wird vor allem durch die Erstellung, Aktualisierung und Verbreitung systematischer Übersichtsarbeiten (systematic reviews) zur Bewertung von Therapien erreicht. Diese werden in der Datenbank Cochrane Library online veröffentlicht. Auf diesen Webseiten möchten wir alle Interessierten über unsere Arbeit informieren und Akteuren im Gesundheitswesen Hilfestellungen bieten.

“Wo ist der Beweis?”

Unter diesem Titel ist die 2., wesentlich überarbeitete Auflage des Buchs “Testing Treatments” am 07.05.13 in deutscher Ausgabe beim Huber-Verlag erschienen.

Jun 5, 2013
#Wissenschaft #Medizin-Studien #Psychologie-Studien
Pfusch in der Wissenschaft → wdr.de

http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/Q_Pfusch.pdf

Angemalte Präparate, erfundene Versuchspersonen, selbstverbuddelte 

Steinzeitwerkzeuge – manche Wissenschaftler pfuschen ganz plump. Andere 

verheimlichen Ergebnisse, die ihnen nicht passen, und wieder Andere entwerfen 

ihre Studien so, dass ein irreführendes Ergebnis dabei herauskommen muss -

wem darf man noch glauben? Und warum kommt es überhaupt vor, dass 

Wissenschaftler pfuschen? Quarks zeigt, wie Forscher tricksen und welche 

Auswirkungen dieser Pfusch auf uns alle hat.

Jun 5, 2013
#Wissenschaft #Medizin-Studien #Psychologie Studien
Selbstmord ist out « statistiker-blog.de → statistiker-blog.de

Früher war alles besser. Ego-Gesellschaft, Vereinsamung, Entwurzelung - wer ein Blick in die Gazetten wirft, will sich sofort umbringen. Tatsächlich ist die Zahl der Selbstmorde je 100.000 Einwohner aber seit Jahren rückläufig.

Jun 4, 20131 note
#Statistik #Selbstmord #Suizid #Psychologie
Kann Mobbing unter Schülern zu Langzeitschäden führen? | Psychologie aktuell → praxis-dr-shaw.de

Quelle: http://archpsyc.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1654916

Jun 4, 2013
#Mobbing #Psychologie

Mai 2013

38 Einträge

Interview zu Hautalterung: „Haut zählt die Betriebsstunden“ - NetDoktor.de → netdoktor.de

er Zahn der Zeit nagt an jedem Menschen. Doch warum sehen die einen mit 60 Jahren aus wie 40 - und umgekehrt? Was wir von Nonnen über die Hautalterung lernen können, erklärt der Dermatologe Prof. Thomas Dirschka* im NetDoktor-Interview

Leider nein, die Haut verrät das nicht auf den ersten Blick. Beim Altern spielen ja zwei Formen eine Rolle. Bei der ‚inneren’ Alterung leidet die Haut natürlich darunter, wenn man älter wird - das trifft aber auf alle Organe zu. Viel wichtiger ist das sogenannte ‚extrinsische Altern’- hier wirken äußere Einflüsse ein, denen sich ein Mensch aussetzt. Das können intensive UV-Strahlung, Rauchen oder auch Stress sein.

Wie schlimm gravieren sich diese Umweltfaktoren ins Gesicht?

Auf jeden Fall sehr! Ich geben Ihnen mal ein Beispiel: Menschen auf Mallorca legen sich häufig in die Sonne und sehen dann mit 40 Jahren aus wie 60. Eine Nonne im Kloster läuft dagegen niemals im Bikini durch die Gegend. Diese Frauen haben selbst mit 70 Jahren noch eine schöne Haut: Faltenfrei, ohne Fehlpigmentierungen, keine Unregelmäßigkeiten. Das illustriert doch gut, welchen Einfluss der Lebensstil und vor allem die UV-Strahlung auf die Hautalterung hat.

Warum lässt die UV-Strahlung die Haut denn so alt aussehen?

Die Falten entstehen vor allem in der Lederhaut, der mittleren Hautschicht. Das kollagene Bindegewebe dort sorgt normalerweise dafür, dass die Haut Spannung und Straffheit besitzt. Hauptverantwortlich dafür sind bestimmte Zellen in der Haut, sogenannte Fibrozyten, die das Gewebe auf- und wieder abbauen. Die ultraviolette Strahlung stört dieses Gleichgewicht. Es verschwindet mehr Gewebe als neues gebildet wird - und so entstehen Falten.

Sind solche Schäden nicht wieder rückgängig zu machen?

Leider nicht: einmal weg bedeutet für immer weg. Stellen Sie sich vor, die Haut sei eine Art Betriebsstundenzähler, der jedes Quantum UV-Strahlung registriert. Die Schäden im Bindegewebe summieren sich immer weiter, und sie sind von Dauer. Auch die Oberhaut leidet übrigens. Die Sonnenstrahlen erzeugen dort mit der Zeit Pigmentstörungen, zum Beispiel Altersflecken. Außerdem können raue Hautstellen entstehen, die sich schuppig anfühlen. Wir sprechen von Verhornungsanomalien, die Vorboten eines hellen Hautkrebses sein können. Diese finden wir immer häufiger schon bei Menschen um das 40. Lebensjahr herum.

Manche machen ja morgens vorm Spiegel Gesichtsgymnastik gegen ihre Falten …

Damit erreichen sie eher das Gegenteil - denn die Muskulatur im Gesicht wird zwar gestärkt, aber das vertieft auch die Falten. Das betrifft vor allem Menschen mit viel Mimik, die zum Beispiel Zornesfalten zwischen den Augenbrauen entwickeln. Hier lässt sich eher mit Botox etwas machen, und zwar früh, wenn die Falten gerade erst anfangen, sich zu bilden.

Es soll ja sogar einen Faltenschutz zum Essen geben, die richtigen Vitamine zum Beispiel.

Die Vorstellung, dass man sich die Falten mit bestimmten Nahrungsmitteln ‚wegessen’ kann, klingt zwar vielversprechend, stimmt aber so leider nicht. Allerdings wird den Farbstoffen im Essen, den Carotinen, eine leichte Lichtschutzwirkung nachgesagt. Außerdem gibt es noch eine Substanz aus dem südamerikanischen Farn namens Polypodium leucotomos. Sie soll die Immunzellen in der Haut stimulieren und auch einen Anti-Aging-Effekt haben - zumindest weisen manche Studien daraufhin.

Könnte ich tiefe Rinnen in der Haut nicht einfach weg cremen? Das versprechen doch oft die Hersteller von Anti-Falten-Produkten.

Falten lassen sich leider nicht einfach “weg cremen”. Sie entstehen im Bindegewebe der Haut - hier haben Hautcremes nur sehr eingeschränkte Wirkung. Oft versorgen sie die Hornschicht der Haut vor allem mit Wasser. Die quillt auf und die Haut wirkt glatter - das ist ein rein optischer Effekt. Anders als die Werbung verspricht, sind die Falten also nicht weg.

Was ist aus Ihrer Sicht der beste Jungbrunnen für die Haut?

Ich würde Ihnen raten: Gehen Sie nur geschützt in die Sonne, meiden Sie Solarien und trinken Sie möglichst wenig Alkohol. Und: Am besten rauchen Sie auch nicht - denn das Rauchen wirkt ähnlich auf die Haut wie die UV-Strahlung. Wenn Sie diese Dinge beachten, können Sie Ihre Haut vor frühzeitigen Alterungserscheinungen schützen.

Finden Sie Falten eigentlich auch mal schön?

Das liegt doch sehr im Auge des Betrachters. Nicht in allen Jahrhunderten wurden Falten mit so viel Verachtung gestraft wie heute. Und natürlich gibt es auch hochattraktive Menschen mit Falten. Nehmen Sie zum Beispiel meine Mutter. Sie ist 80 Jahre alt und trotzdem eine sehr gut aussehende Dame. Das wäre ja auch skurril, wenn sie versuchen würde, den Look einer 40-Jährigen hinzubekommen.

Herr Prof. Dirschka, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Interview führte Luise Heine

*Prof. Thomas Dirschka ist Facharzt für Dermatologie

May 26, 2013
#Haut #Hautalterung #Aging #Anti-Aging
Nierensteine: Cola und Co. fördern Entstehung - NetDoktor.de → netdoktor.de

München (netdoktor.de) - Nierensteine lassen sich wirksam verhindern: Viel trinken! Allerdings kommt es sehr auf die Art des Getränkes an, fanden Forscher des Brigham and Women’s Hospital in Boston. Während Tee und Kaffee die Bildung von Nierensteinen verhindern können, fördern gesüßte Getränke die Bildung der kleinen Körner.

23 Prozent mehr Nierensteine

An der US-Studie nahmen mehr als 194.000 Probanden teil. Über einen Zeitraum von acht Jahren waren Daten zu Ernährungsgewohnheiten und der Krankenhistorie gesammelt worden, welche Gary Curhan und Team jetzt auswerteten.

Ergebnis: Probanden, die täglich mindestens ein Glas eines zuckerhaltigen Getränks konsumierten, hatten ein 23 Prozent höheres Risiko Nierensteine zu bekommen. Dag galt zumindest im Vergleich zu denjenigen, die weniger als einen Softdrink pro Tag tranken. Im Gegensatz dazu konnten Tee, Kaffee, Wein, Bier  und Orangensaft die Wahrscheinlichkeit für die Ablagerungen in der Niere sogar senken.

Obst und Gemüse beugen Nierensteine vor

Ein guter Schutz vor Nierensteinen sind eine salz- und fettarme Ernährung sowie der Verzehr von viel Obst und Gemüse. Sie enthalten Substanzen, welche die Bildung der Steine verhindern. Vorsicht ist dagegen beim Verzehr von Kakao, Rhabarber, Spinat oder Nüssen geboten - diese können die Entstehung fördern.

Schlimmstenfalls Nierenversagen

Nierensteine bilden sich aus Bestandteilen des Urins. Sie entstehen vor allem in den Kanälchen der Niere, aber auch im Nierenbecken oder dem Harnleiter. Dort verursachen sie unangenehme Schmerzen oder Entzündungen, wenn sie langsam durch die enge Röhre abwandern. In schwerwiegenden Fällen verstopft der Nierenstein sogar die ableitenden Harnwege - die Folge ist ein akutes Nierenversagen. (lh)

Quelle: Pietro Manuel Ferraro et al.: Soda and Other Beverages and the Risk of Kidney Stones. Clinical Journal of the American Society of Nephrology, May 15, 2013 DOI: 10.2215/CJN.11661112

May 26, 2013
#Nierensteine #Coca Cola #Softdrinks
Organspendeskandal: Bayern schließt Transplantationszentren - NetDoktor.de → netdoktor.de
May 26, 2013
#Organspendeskandal #Transplantation #Organtransplantation #Organhandel
Medizinischer Durchbruch: Erstmals menschliche Stammzellen geklont - NetDoktor.de → netdoktor.de

Quelle: Tachibana M. and Mitalipov S. et al.: Human embryonic stem cells derived by somatic cell nuclear transfer, Cell (2013), http://dx.doi.org/10.1016/j.cell.2013.05.006

München (netdoktor.de) – Zum ersten Mal ist es gelungen, menschlichen Embryonen zu klonen und aus ihnen embryonale Stammzellen zu gewinnen. Ein großer Erfolg, der Therapien in greifbare Nähe rückt, für die diese Zellen benötigt werden. Kritiker befürchten allerdings, dass durch die Studienergebnisse auch der Weg zum Klonen von Menschen geebnet würde.

Höchst effizient

Beim Klonen wird der Zellkern einer Eizelle entfernt und durch das Erbgut einer bereits spezialisierten Körperzelle, zum Beispiel einer Hautzelle, ersetzt. Anschließend wird die Eizelle dazu angeregt, sich zu teilen. So entsteht ein Embryo, dessen Erbgut eine nahezu exakte Kopie des Körperzellen-Spenders ist. Was bei verschiedenen Tierarten schon länger möglich ist, scheiterte bisher bei menschlichen Eizellen. Nun ist es einem internationalen Forscherteam um Studienleiter Shoukhrat Mitalipov von der Oregon Health University geglückt, problemlos embryonale Stammzellen aus geklonten menschlichen Eizellen herzustellen. Und das hoch effizient: Für einen gelungenen Versuch verbrauchten die Forscher lediglich zwei qualitativ hochwertige Eizellen. Bisher hatte man damit gerechnet, mehrere hundert Eizellen für einen zu Treffer zu benötigen.

Hautzelle verschmilzt mit Eizelle unter Koffeineinfluss

Zwei Tricks führten zum Erfolg: Damit die Eizellen nicht sofort nach dem Kernaustausch aufhörten zu wachsen, hielten die Forscher die Zellen vor der Erbgutentnahme mit Hilfe von Koffein in einem bestimmten Stadium der Zellteilung, der sogenannten Metaphase. Dies schien nicht nur das spätere Wachstum des Embryos zu unterstützen, das Erbgut ließ sich auch leichter entfernen. Denn es ordnet sich in dieser Phase in einer spindelartigen Struktur in der Mitte des Zellkerns an. Außerdem schleusten die Wissenschaftler anschließend nicht nur das Erbgut einer Hautzelle in die Eizelle, sondern gleich die ganze Hautzelle. Die beiden Zellen verschmolzen vollständig, und der Hautzellkern übernahm die Kontrolle. Neben der Zugabe von Wachstumsfaktoren regten die Wissenschaftler die Eizelle auch mit leichten Stromstößen zum Wachstum an.

Bisher unheilbare Krankheiten werden therapierbar

Aus den geklonten Embryonen ließen sich dann hochwertige Stammzellen gewinnen, die sich in ihrer Qualität nicht von Stammzellen aus natürlichen Embryonen unterschieden, schreiben die Forscher. Diese können sich in andere Gewebe verwandeln, zum Beispiel in Herzmuskelzellen und so helfen, das Herz nach einem Infarkt wieder aufzubauen. Weitere Krankheiten, die mit dieser Methode des therapeutischen Klonens behandelbar werden könnten, sind Parkinson,Alzheimer oder Rückenmarksverletzungen.

Umprogrammierte Zellen als Alternative

Die Klonierung könnte nun die vom Japaner Shin’ya Yamanaka entwickelte Alternativmethode zur Entwicklung von Stammzellen ablösen, für die er 2012 den Medizinnobelpreis erhielt. Mithilfe verschiedener Chemikalien gelang es ihm Hautzellen in stammzellartige Zellen zu verwandeln, sogenannte induzierte Pluripotente Stammzellen (iPS). Diese Zellen wiesen allerdings sehr viel mehr Anomalien und Probleme auf als die jetzt gewonnen embryonalen Stammzellen.

Geklonte Menschen und Designerbabys

Aber das Klonen menschlicher Eizellen wirft natürlich ethische Fragen auf. Kritiker befürchten, dass der Durchbruch für das therapeutische Klonen auch den Weg zum reproduktiven Klonen ebnen könnte: In nicht allzuferner Zukunft könnte die Menschheit sich mit geklonten Menschen und Designerbabys konfrontiert sehen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die durch die neue Technik erzeugten Embryonen nicht lebensfähig sind“, zerstreut Mitalipov die Bedenken. Endgültig bewiesen ist das für die geklonten menschlichen Embryonen allerdings noch nicht. Versuche mit Affen-Embryonen hätten aber gezeigt, dass diese die frühen Entwicklungsstadien nicht überleben.

In Deutschland wären die für die Studie durchgeführten Experimente nicht möglich gewesen. Das Embryonenschutzgesetz verbietet die Gewinnung von embryonalen Stammzellen aus menschlichen Embryonen unter Strafe.

May 26, 2013
#Genetik #Klonen #Stammzellen #Embryologie
Bluthochdruck: Sonnenlicht als Herz-Assistent - NetDoktor.de → netdoktor.de

Sonnenanbeter riskieren ihre Haut, denn die UV-Strahlen treiben das Krebsrisiko in die Höhe. Allerdings könnte die Sonne so manches Leben verlängern. Sie schützt offenbar das Herz.

Aber wo bleibt nur die Sonne????? Mistwetter

May 26, 2013
#Herz #Herzkreislauferkrankung #Wetter #Mistwetter
Schüttellähmung: Paprika schützt vor Parkinson - NetDoktor.de → netdoktor.de

Quelle: Searles Nielsen S. et al. Nicotine from edible Solanaceae and risk of Parkinson disease. Annals of Neurology. 09.05.2013.

München (netdoktor.de) - Paprika, Tomaten und Kartoffeln sind nicht nur reich an Vitaminen - sie enthalten auch geringe Mengen Nikotin. Amerikanische Forscher fanden heraus, dass die Gemüse aus diesem Grund einen schützenden Effekt auf unsere Hirnzellen haben könnten.

So weiß man schon aus vorangegangenen Studien, dass Raucher mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit an Parkinson erkranken als Nichtraucher. Einen ähnlichen Effekt kann womöglich auch der Verzehr nikotinhaltiger Gemüsesorten haben.

Für ihre Untersuchungen verglichen die Forscher der University of Washington in Seattle die Daten von 490 Parkinson-Patienten und 644 gesunden Kontrollpersonen. Alle Teilnehmer gaben an, wie viel und welches Gemüse sie zu sich nahmen und wie viel Tabak sie in ihrem leben geraucht hatten. Dabei interessierte die Forscher vor allem der Verzehr von Nachtschattengewächsen wie Paprika, Kartoffeln, Tomaten und Auberginen - denn diese enthalten Nikotin. Auch Tabak gehört in diese Pflanzenfamilie.

Deutlicher Effekt bei Paprika

Das Ergebnis: Je mehr Nikotin die Befragten über die Nahrung aufnahmen, desto geringer war die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Schüttellähmung entwickelten. Die größte Wirkung zeigte dabei Paprika. So hatten Studienteilnehmer, die vier oder mehr Portionen Paprika pro Woche aßen, ein um 30 Prozent geringeres Risiko an Parkinson zu erkranken als Teilnehmer mit dem niedrigsten Paprikakonsum. Besonders deutlich fiel der Effekt bei denjenigen aus, die nie in ihrem Leben geraucht hatten.

“Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Nikotin - oder ein anderer Inhaltsstoff, der in Paprika oder Tabak enthalten ist - einen Schutzeffekt hat”, erklärt Studienleiterin Searles Nielsen von der University of Washington in Seattle. Eine Beziehung zwischen Parkinson und anderen Gemüsesorten, die keine Nachtschattengewächse waren, konnten die Forscher dagegen nicht feststellen.

Schon kleine Mengen Nikotin wirksam

Zwar enthält Tabakrauch im Verhältnis zu den nikotinhaltigen Nahrungsmitteln einen deutlich höheren Nikotingehalt, vorherige Studien zeigten aber, dass sogar Passivrauchen zu einem verminderten Parkinsonrisiko führt. Das spricht dafür, dass schon kleine Mengen Nikotin - etwa wie die, die in Paprika oder Tomaten vorkommen, einen schützenden Effekt haben könnten. Weitere Studien sollen die Hypothese der Wissenschaftler nun erhärten.

Rauchen bleibt tabu

Falsch wäre es zu denken, mit einem Glimmstängel seine Parkinson-Wahrscheinlichkeit unbedenklich senken zu können. Beim Rauchen überwiegen die gesundheitsschädigenden Folgen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall, die chronisch obstruktive Lungenkrankheit oder Krebs. Eine gesunde Alternative ist deshalb eine Ernährung mit reichlich nikotinhaltigem Gemüse.

Parkinson zerstört Hirnzellen

In Deutschland sind etwa 100 bis 200 vom 100.000 Menschen an Parkinson erkrankt. Dabei leiden vor allem ältere Menschen unter dem Verlust bestimmter Hirnzellen, ohne die nicht mehr genügend Dopamin produziert werden kann. Die Folge: Erkrankte können sich nicht mehr richtig bewegen, sie leiden beispielsweise unter plötzlicher Muskelsteifheit oder unkontrolliertem Zittern. So ist ab dem 60. Lebensjahr einer von 100 Menschen betroffen. Heilbar ist Parkinson zwar nicht, es lässt sich jedoch medikamentös behandeln. (jb)


May 26, 20131 note
#Parkinson #Ernährung #Vitamine
Genetik: Gene und Krankheiten - NetDoktor.de → netdoktor.de

Gene spielen bei vielen Erkrankungen eine Schlüsselrolle. Meist ist es ein ganzes Bündel von Risikogenen, die eine Krankheit begünstigen, manchmal reicht aber auch nur ein einziger Fehler im genetischen Code.

Risikogene

Für die meisten großen Krankheiten kennt man dank des Forschungseifers der letzten Jahre eine ganze Reihe von Risikogenen. Dazu gehören beispielsweiseMigräne, Herzinfarkt und Parkinson, Diabetes, Übergewicht, Alzheimer und Multiple Sklerose. Aber auch an psychischen Erkrankungen wie Depressionen unsSchizophrenie sind Gene beteiligt. Da die Krankheitsabläufe komplex sind, muss man allerdings davon ausgehen, das längst noch nicht alle beteiligten Gene bekannt sind.

Oft erhöht jede einzelne der kritischen Genvarianten das Risiko für die Erkrankung nur leicht. Erst wenn mehrere zusammenkommen, steigt das Risiko merklich.

Selbst wenn das individuelle genetische Risiko für eine Erkrankung tatsächlich hoch ist, sind die Gene meist kein Schicksal: Bei den allermeisten Erkrankungen spielen auch Umweltfaktoren wie der Lebensstil eine entscheidenden Rolle. Auch wer mit einer starken Disposition beispielsweise für Typ 2-Diabetes zur Welt kommt kann mit gesunder Ernährung und Bewegung den Ausbruch verhindern.

Ein ganz neues Licht auf das Zusammenspiel von Genen und Krankheiten wirft der junge Forschungszweig der Epigenetik. Er beleuchtet die Tatsache, dass abhängig vom Lebensstil kranke Gene an- oder ausgeschaltet werden können. Unter Umständen haben die Risikogene dann überhaupt keine schädliche Wirkung.

Erkrankte Gene und Chromosomen

Nicht nur der Mensch selbst, auch seine Gene können krank werden. Durch den Einfluss von Strahlung und bestimmten Chemikalien können Fehler im genetischen Code entstehen. Mitunter können diese Störungen ganze Chromosomenabschnitte betreffen. Auch bei den unendlich vielen Zellteilungen, die die Körperzellen vornehmen, kommt es immer wieder zu Fehlern. Im günstigen Fall werden kleinere Schäden repariert oder bleiben folgenlos. Sie können aber auch Krankheiten auslösen wie beispielsweise Krebs.

Erbkrankheiten

Erbkrankheiten treten eher selten auf. Sie werden von Eltern an ihre Nachkommen weitergegeben. Oft handelt es sich dabei um ein einziges krankes Gen. Zum Glück sind diese Erbkrankheiten überwiegend rezessiv, das heißt, trägt nur eines der zwei entsprechenden Chromosomen das kranke Gen, bricht die Krankheit nicht aus. Nur wenn beide Eltern Träger sind und das kranke Gen weitergeben, trifft die Krankheit das Kind. Dazu gehören beispielsweise Mukoviszidose und die Bluterkrankheit.

Ist eine Erbkrankheit dominant, reicht schon ein einziges krankes Gen. Dazu gehören beispielsweise Chorea Huntigton und die Sichelzellenanämie.

Wird das Gen auf dem X-Chromosom vererbt, erkranken Männer weit häufiger als Frauen, da sie kein gesundes X-Chromosom zum Ausgleich haben. Das gilt beispielsweise für die Bluterkrankheit und die Rot-Grün-Blindheit.

Genomstörungen

Angeborene Erkrankungen, die auf einer Genomstörungen basieren, sind streng genommen keine Erbkrankheiten. Solche Fehler entstehen beispielsweise bei der Produktion von Keimzellen, bei der notmalerweise aus einer Zelle mit doppeltem Chromosomensatz durch Teilung eine Ei- oder Spermienzellen mit einfachem Satz entsteht (Meiose). Beispiel dafür ist die Trisomie 21, bei der die Kinder drei statt zwei des Chromosoms 21 in ihren Zellen tragen. Chromosomendefekte können auch entstehen, wenn die Chromosomen in den Keimzellen durch Umweltgifte oder Strahlung Schaden nehmen.

Alle Themen aus unserem Gen-Special

Teil 1: Gene und Krankheiten

Teil 2: Epigenetik - Gene sind kein Schicksal

Teil 3: Erbgut, Gene, Chromosomen

Teil 4: Das Geheimnis der Vererbung

Teil 5: Mutationen – Fehler im Gencode

Teil 6: Genforschung - Der geknackte Code

Teil 7: Gentests - Der entschlüsselte Mensch

Teil 8: Gentechnik - Manipulierter Bauplan

Teil 9: Gentherapie – Geflicktes Erbgut

Datum: 16.07.12Quellen/Redaktion

May 26, 2013
#Gene #Genetik #Krankheitsrisiko
Fettsucht: Geld macht Übergewichtigen Beine - NetDoktor.de → netdoktor.de

Quelle: Zulman, D. et al.: “Implementation and evaluation of an incentivized Internet-mediated walking program for obese adults,” Translational Behavioral Medicine, doi: 10.1007/s13142-013-0211-6;

 

München (netdoktor.de) - Geld scheint doch ein hoher Motivator fürs Abspecken zu sein. Drohten die Krankenversicherungen ihren fettleibigen Mitgliedern mit höheren Beiträgen, machten sich viele auf die Socken. 5000 Schritte rannten sie pro Tag, um Geld zu sparen, berichten Forscher der University of Michigan Health System und der Stanford University.

5000 Schritte am Tag

Die gut 12.100 Studienteilnehmer mussten sich entscheiden: Entweder 20 Prozent mehr für ihre Krankenversicherung als Preis für den Müßiggang zu bezahlen oder sich mehr zu bewegen und damit dem Übergewicht den Kampf anzusagen. Zur Auswahl standen verschiedene Programme: die Teilnahme bei dem Weight Watchers oder einem Bewegungsprogramm mit einem digitalen Schrittzähler. Rund die Hälfte der Probanden entschied sich für das Laufen. Ziel war es, durchschnittlich 5000 Schritte pro Tag oder 450.000 Schritte im Quartal zu gehen. Das einjährige Bewegungsprogramm verfolgten die Forscher über das Internet, die Daten wurden auf eine Webseite hochgeladen.

Zwangsmaßnahme oder Motivationshilfe

Erst wenn das Abspecken erfolgreich war, sollten sie eine Ermäßigung von ihrer Versicherung erhalten. Nach einem Jahr hatten rund 97 Prozent das Ziel “5000 Schritte am Tag” erreicht oder sogar übertroffen. Das galt auch für extrem widerspenstige Probanden, die finanzielle Anreize eigentlich ablehnten und das Sportprogramm als  “Zwangsmaßnahme” bezeichneten. Nur drei Prozent schafften das Ziel der vielen Schritte nicht. Eine Umfrage zur Zufriedenheit ergab: Ein Drittel der Teilnehmer war mit Belohnung durch Geld unzufrieden, sie empfanden dies als Druckmittel. Die restlichen zwei Drittel mochten das Programm. “Finanzielle Bonusprogramme sind für viele Menschen akzeptabel und fördern gesundheitsbewusstes Verhalten”, resümiert die Hauptautorin der Studie, Donna Zulman.

Ethisch umstritten

Allerdings sei es ethisch umstritten, ob man jemanden persönlichen für die Gesundheitskosten durch sportliche Inaktivität haftbar machen könne, sagt Studienautorin Caroline R. Richardson. “Aber in Zukunft wird es vermutlich mehrere solcher Ansätze geben, gesündere Verhaltensweisen finanziell zu fördern.” Die Rate der Leute, die sich am internetbasierten Bewegungsprogramm beteiligten und auch dabei blieben, sei “überraschend hoch” gewesen. Auch bei Leuten, die der Idee zunächst feindlich und ablehnend gegenüberstanden. Die Ergebnisse seien vielversprechend, fettleibige Menschen zu mehr körperlicher Aktivität zu motivieren. “Weiter Auswertungen sind aber nötig, um festzustellen, ob solche Programme zu dauerhaften Verhaltensänderungen und einer Kostensenkung im Gesundheitswesen führen”, so Zulman.

May 26, 2013
#Adipositas #Motivationspsychologie Psychologie
Prostatakrebs: Schlafprobleme verdoppeln Risiko - NetDoktor.de → netdoktor.de

Quelle: Pressemitteilung der American Association for Cancer Research: Sleep Problems May Increase Risk for Prostate Cancer

München (netdoktor.de) - Schlafstörungen sind nicht nur ein lästiges Übel, sie sind auch schlecht für die Gesundheit. Speziell bei Männern steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs, so das Ergebnis einer aktuellen Studie aus Island. Diese Erkenntnis könne künftig bei der Vorbeugung des Krebsleidens helfen, so die Forscher.

“Bei Frauen ist schon länger bekannt, dass Schlafstörungen das Risiko fürBrustkrebs erhöhen. Wir wollten untersuchen, ob sie auch bei Männern und Prostatakrebs eine Rolle spielen”, so Studienleiterin Lara Sigurdardóttir von der University of Iceland. Um dies zu klären, werteten die Forscherin und ihre Kollegen die Daten von über 2000 Männern im Alter zwischen 67 und 96 aus. Vor der Teilnahme an der Studie füllten die Probanden einen Fragebogen aus, in dem sie über mögliche Schlafprobleme befragt wurden. Darin beantworten sie zum Beispiel, ob sie Schlafmittel nahmen oder Nachts aufwachen und nicht mehr einschlafen konnten.

Die Auswertung ergab, dass insgesamt 8,7 Prozent der Teilnehmer unter schweren, 5,7 Prozent sogar unter sehr schweren Schlafstörungen litten. Zu Beginn der Studie hatte keiner der Männer Prostatakrebs.

Je schlafloser, desto öfter Krebs

Nach dem fünfjährigen Studienzeitraum wurden die Männer erneut untersucht. Während dieser Zeit hatte sich bei 6,4 Prozent der Herren ein Tumor in der Prostata gebildet. Beim Abgleich mit den Daten über die Schlafgewohnheiten bot sich den Forschern ein erstaunliches Bild: Verglichen mit Männern ohne Schlafprobleme stieg für diejenigen mit Schlafstörungen das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken um das 1,6 bis 2,1 fache an. Dabei waren die Herren umso mehr gefährdet, je ausgeprägter sich der Schlummer fernhielt. Auch nachdem die Wissenschaftler die Daten bereinigt hatten, um sicherzustellen, dass nicht der unentdeckte Krebs die Männer wachhielt, blieb das Ergebnis bestehen.

Prävention mit gutem Schlaf

Sigurdardóttir möchte die Daten noch gerne mit einer größeren Kohortenstudie bestätigen, denn “Prostatakrebs ist eines der führenden Gesundheitsprobleme bei Männern und Schlafprobleme sind sehr verbreitet”, so die Wissenschaftlerin. Guter Schlaf könne eine Möglichkeit sein, diese Krebsart besser vorzubeugen.

Prostatakrebs kommt auf leisen Sohlen

Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Jährlich erkranken 63.400 Männer an dem Leiden. Patienten sind meist um die 70 Jahre alt, vor dem 50igsten Lebensjahr tritt die Krankheit nur selten auf. Oft wird der Tumor relativ spät erkannt, weil zu wenige Männer die Vorsorgemöglichkeiten nutzen. Außerdem verursacht er, besonders in der Anfangsphase, kaum Beschwerden. (lh)


May 26, 2013
#Krebs #Prostata-Krebs #Schlafstörung #Krebsrisiko
Nächste Seite
2012 2013
  • Januar
  • Februar 14
  • März 18
  • April 22
  • Mai 38
  • Juni 11
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
2011 2012 2013
  • Januar 4
  • Februar 3
  • März 1
  • April 1
  • Mai 6
  • Juni 2
  • Juli 1
  • August
  • September 1
  • Oktober 9
  • November 10
  • Dezember
2011 2012
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli 21
  • August 62
  • September 60
  • Oktober 33
  • November 18
  • Dezember